Wissen validieren für Datenschutzbeauftragte
Eine Antwort ohne Quelle ist auch ein Datenschutzproblem
Wenn KI über Kunden, Mieter oder Mandanten Auskunft gibt, geht es um die Richtigkeit personenbezogener Daten. Deshalb arbeitet das System nur mit belegten Antworten, und eine Person gibt frei, was hinausgeht.
Die Ausgangslage
Sprachmodelle formulieren auch dann flüssig, wenn ihnen Informationen fehlen. Bei allgemeinen Fragen ist das ärgerlich. Bei Aussagen über eine bestimmte Person – Vertragsstand, offene Forderung, frühere Absprache – entstehen falsche personenbezogene Daten, die in einer Antwort an Dritte landen können.
Für die Datenschutzbeauftragte ist das ein Thema der Datenrichtigkeit und der Nachvollziehbarkeit. Wenn eine falsche Auskunft beanstandet wird, muss sich klären lassen, woraus sie entstanden ist und wer sie freigegeben hat.
Vorgehen
So setzen wir an
Schritt 1
Antwort nur mit Quelle
Jede Aussage verweist auf die Stelle, aus der sie stammt. Fehlt eine Quelle, wird keine Antwort erzeugt, sondern ein Hinweis an die zuständige Person.
Schritt 2
Widersprüche und Veraltetes markieren
Stehen in zwei Quellen unterschiedliche Angaben, etwa eine alte und eine neue Anschrift, wird der Widerspruch angezeigt statt stillschweigend aufgelöst.
Schritt 3
Abnahme mit realen Fragen
Vor dem Betrieb wird jeder Ablauf an einem Goldset echter Fragen gemessen. Erfundene Antworten führen zum Ausschluss; die Bewertung nimmt Ihr Haus vor, getrennt von der Konfiguration.
Schritt 4
Freigabe durch eine benannte Person
Antworten nach außen laufen auf Gelb. Wer freigibt, ist namentlich benannt, und die Freigabe ist dokumentiert.
Ein typischer Fall
Ein Versicherungsmakler lässt Antworten auf Kundenanfragen zum Vertragsstand vorbereiten. Im Kundenstamm und in einer älteren Mail stehen unterschiedliche Bankverbindungen. Das System markiert den Widerspruch, statt eine der beiden zu übernehmen. Die zuständige Mitarbeiterin klärt die richtige Angabe im Bestandssystem; erst danach wird der Entwurf freigegeben.
Wo der Mensch entscheidet
Für die Richtigkeit der Daten in Ihren Quellsystemen bleibt Ihr Haus verantwortlich. Wir sorgen dafür, dass das System keine Angaben ohne Quelle erzeugt und Widersprüche sichtbar macht.
Unsere Rolle und Grundsätze →Weitere Themen für Datenschutzbeauftragte
Wissen validieren aus anderer Sicht
Erstgespräch
Sehen wir uns Ihren größten Zeitfresser an.
Ein Gespräch, keine Präsentation. Wir schauen uns an, worüber in Ihrem Betrieb kommuniziert wird, wo Vorgänge auseinanderfallen und was sich mit welchem Aufwand automatisieren lässt. Unverbindlich.
Erstgespräch vereinbarenHäufig gestellte Fragen
KontaktLässt sich nachvollziehen, wer eine Antwort freigegeben hat?
Ja. Freigaben sind dokumentiert, mit der freigebenden Person und den herangezogenen Quellen.
Was geschieht, wenn eine falsche Angabe in der Quelle steht?
Dann wird sie mit Quelle angezeigt, und der Fehler lässt sich im Quellsystem beheben. Das System korrigiert Stammdaten nicht eigenmächtig.
Wer bewertet das Goldset?
Personen aus Ihrem Haus, die den Ablauf fachlich kennen. Wer die Konfiguration vornimmt, bewertet nicht selbst.