Zum Inhalt springen
Made in Austria

Wissen validieren im Maklerbüro

Welche Bedingungen gelten, steht in der Polizze, nicht im Sprachmodell

Eine Antwort auf eine Deckungsfrage ist nur so gut wie die Fassung, auf die sie sich stützt. Deshalb erlauben wir KI im Maklerbüro nur Entwürfe mit Fundstelle in den Unterlagen des konkreten Vertrags – und eine Person im Büro gibt frei.

Die Ausgangslage

Kunden fragen konkret: Ist der Fahrradschaden in der Haushaltsversicherung dabei? Zahlt die Rechtsschutzversicherung den Streit mit dem Nachbarn? Die richtige Antwort hängt von Sparte, Tarif, Bedingungsfassung und vereinbarten Klauseln des einzelnen Vertrags ab.

Ein Sprachmodell, das allgemein über Versicherungen Bescheid zu wissen scheint, ist hier gefährlich. Es kann eine Antwort geben, die für viele Verträge stimmt und für diesen nicht, oder eine ältere Bedingungsfassung heranziehen, die beim Kunden nicht mehr gilt.

Für den Einsatz im Büro braucht es deshalb klare Regeln: Antworten nur aus den Unterlagen des konkreten Vertrags, mit Angabe der Stelle, gemessen an echten Fragen und freigegeben von einem Menschen.

Vorgehen

So setzen wir an

  1. Schritt 1

    Fundstelle im konkreten Vertrag

    Antwortentwürfe stützen sich auf Polizze, Bedingungen und Klauseln des betreffenden Vertrags, so wie sie in Ihrer Ablage liegen. Jede Aussage verweist auf die Stelle. Fehlen die Unterlagen, entsteht kein Entwurf.

  2. Schritt 2

    Fassungen auseinanderhalten

    Liegen für einen Tarif mehrere Bedingungsfassungen vor oder passt die Fassung nicht zum Vertragsbeginn, wird das markiert, statt stillschweigend die neueste zu verwenden.

  3. Schritt 3

    Goldset aus Kundenfragen

    Gemeinsam mit Ihrem Büro sammeln wir reale Kundenfragen mit Sollantwort und Fundstelle. Daran wird jeder Ablauf abgenommen, bevor er in Betrieb geht. Ein erfundener Leistungsumfang schließt den Ablauf aus.

  4. Schritt 4

    Freigabe im Büro

    Entwürfe zu Deckungsfragen laufen über die Stufe Gelb. Wo eine verbindliche Aussage nötig ist, verweist der Entwurf auf die Prüfung durch den Versicherer.

Ein typischer Fall

Ein Kunde fragt, ob ein Glasbruch am Ceranfeld in seiner Haushaltsversicherung gedeckt ist. Für seinen Vertrag liegen zwei Bedingungsfassungen in der Ablage, weil der Tarif zwischendurch umgestellt wurde. Der Entwurf zitiert die Glasbruchklausel der Fassung, die zum Vertrag passt, und weist auf die zweite Fassung hin. Die Betreuerin prüft, ergänzt, dass die endgültige Entscheidung beim Versicherer liegt, und gibt frei.

Wo der Mensch entscheidet

Das System trifft keine Deckungsentscheidung und gibt keine verbindliche Auskunft zum Versicherungsschutz. Es macht Entwürfe prüfbar. Die Verantwortung für die Beratung bleibt beim Makler, die Entscheidung über die Leistung beim Versicherer.

Unsere Rolle und Grundsätze →

Weitere Themen im Maklerbüro

  • Datenanalyse →Wo ein Schaden hängt, steht in der Korrespondenz, nicht im Vertrag
  • Kommunikation →Ihr Kunde ruft an, der Versicherer schreibt zurück – und beides gehört zusammen
  • Wissensmanagement →Was ein Kunde vor Jahren gesagt hat, sollte heute noch auffindbar sein

Wissen validieren in anderen Branchen

Erstgespräch

Sehen wir uns Ihren größten Zeitfresser an.

Ein Gespräch, keine Präsentation. Wir schauen uns an, worüber in Ihrem Betrieb kommuniziert wird, wo Vorgänge auseinanderfallen und was sich mit welchem Aufwand automatisieren lässt. Unverbindlich.

Erstgespräch vereinbaren

Häufig gestellte Fragen

Kontakt
Woher kommen die Bedingungen?

Aus Ihrer Ablage oder den Unterlagen, die Sie freigeben. Welche Fassungen dort liegen und wie aktuell sie sind, gehört zur Abnahme vor dem Start.

Wer entscheidet, ob ein Entwurf gut genug ist?

Ihr Büro. Wir richten den Ablauf ein und messen gegen das Goldset, die fachliche Abnahme liegt bei Ihnen.

Was passiert, wenn die Bedingungen widersprüchlich sind?

Dann wird der Widerspruch angezeigt, nicht aufgelöst. Die Klärung übernimmt das Büro, gegebenenfalls mit dem Versicherer.