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Informationen zentral verwalten

Informationsfluss im Projekt

Der Informationsfluss im Projekt beschreibt, wie Informationen zwischen Auftraggeber, Projektleitung, Team und externen Partnern weitergegeben werden: wer was wann von wem erfährt. Er ist gut, wenn die richtigen Personen rechtzeitig die Informationen bekommen, die sie für ihre Entscheidungen brauchen. Störungen zeigen sich selten sofort, sondern später als Nacharbeit, Verzug oder Streit.

Formeller und informeller Fluss

Der formelle Informationsfluss ist im Kommunikationsplan beschrieben: Statusbericht an den Lenkungskreis, Protokoll an alle Beteiligten, Planfreigabe über das vereinbarte Verfahren. Daneben läuft der informelle Fluss über Telefonate, Flurgespräche und kurze Nachrichten. In der Praxis trägt der informelle Teil oft mehr Gewicht, weil er schneller ist. Problematisch wird es, wenn wichtige Inhalte nur informell fließen und nie in den formellen Weg zurückfinden.

Typische Bruchstellen

Brüche entstehen an Übergängen: zwischen Firmen, zwischen Projektphasen, zwischen Schichten oder bei Urlaubsvertretungen. Ein typischer Fall: Die Bauleitung erfährt vom Lieferanten, dass ein Bauteil später kommt, gibt das mündlich an den Polier weiter, aber nicht an die Projektleitung. Der Terminplan bleibt unverändert, bis der Verzug sichtbar wird. Ähnlich in der IT, wenn eine Anforderung im Gespräch mit dem Fachbereich geändert wird, aber das Ticket den alten Stand behält.

Woran man einen gestörten Fluss erkennt

Anzeichen sind wiederkehrende Fragen wie „Wusste das niemand?“ oder „Wo steht das?“, mehrfach gestellte Rückfragen derselben Partei, Entscheidungen, die in Besprechungen erneut diskutiert werden, und Beteiligte, die sich angewöhnen, alles an alle in Kopie zu senden. Letzteres ist ein Zeichen von Misstrauen in den Fluss: Wer nicht sicher ist, dass Informationen ankommen, verteilt sie breit und erzeugt damit neue Unübersichtlichkeit.

Fluss sichtbar machen

Ein Informationsfluss lässt sich nicht direkt sehen, aber seine Spuren schon: Zusagen mit Datum, offene Fragen mit Zuständigkeit, Entscheidungen mit Quelle. Werden diese Spuren an einer Stelle zum Projekt geführt, wird erkennbar, wo etwas hängt. Dabei geht es um Vorgänge, nicht um Personen. Ob ein Punkt lange offen ist, sagt etwas über den Ablauf, nicht über die Leistung der Person, die ihn hält.

Grenzen der Steuerbarkeit

Informationsfluss lässt sich gestalten, aber nicht vollständig steuern. Menschen werden immer auch informell sprechen, und das ist gut so. Ziel ist nicht, jeden Austausch zu erfassen, sondern dafür zu sorgen, dass das Entscheidungsrelevante den Weg in die gemeinsame Projektinformation findet.

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Häufig gestellte Fragen

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Ist ein Kommunikationsplan dasselbe wie der Informationsfluss?

Der Kommunikationsplan beschreibt den gewünschten formellen Fluss. Der tatsächliche Informationsfluss umfasst auch alles, was informell läuft, und weicht oft vom Plan ab.

Hilft es, mehr Leute in Kopie zu setzen?

Meist nicht. Mehr Empfänger bedeuten mehr ungelesene Nachrichten. Wirksamer ist, Relevantes dem Projekt zuzuordnen, sodass es dort auffindbar ist, wo es gebraucht wird.