Zum Inhalt springen
Made in Austria

Informationen zentral verwalten

Wie findet man heraus, wer im Projekt was weiß?

In laufenden Projekten weiß meist eine Person mehr über ein Thema als alle anderen – oft die, die den Mailverlauf geführt oder an der entscheidenden Besprechung teilgenommen hat. Herausfinden lässt sich das über die Spuren am Vorgang: Wer hat zugesagt, wer hat entschieden, wer hat zuletzt dazu geschrieben. Ziel ist, dass die Antwort nicht nur im Kopf dieser Person steckt, sondern über die Quelle auffindbar ist.

Das Kopfmonopol im Projekt

Fast jedes Projekt hat sie: die Person, die man bei jeder Unklarheit fragt. Sie kennt die Vorgeschichte, weiß, warum die Variante B verworfen wurde, und hat den Kontakt zum richtigen Ansprechpartner beim Kunden. Das ist wertvoll und gleichzeitig ein Risiko. Fällt diese Person aus, wechselt das Projekt oder geht sie in Urlaub, steht das Team vor Fragen, auf die niemand eine Antwort weiß, obwohl die Antwort irgendwo schriftlich vorliegt.

Zuständigkeit ist nicht gleich Wissen

Eine Verantwortungsmatrix, etwa nach dem RACI-Schema, legt fest, wer für ein Arbeitspaket verantwortlich ist und wer informiert wird. Sie sagt aber nicht, wer tatsächlich die Details kennt. Oft hat die zuständige Person delegiert, und das Wissen sitzt eine Ebene tiefer oder bei einem externen Partner. Für die Frage, wen man anrufen soll, hilft daher eher ein Blick auf den Vorgang: Wer hat zuletzt dazu geschrieben, wer hat die Zusage gegeben?

Spuren am Vorgang nutzen

Wenn Nachrichten, Protokollpunkte und Entscheidungen dem Projekt und dem Arbeitspaket zugeordnet sind, ergibt sich das Bild fast von selbst. Zum Arbeitspaket Steuerung sieht man: Anfrage vom Kunden, Antwort der Softwareentwicklung, offene Rückfrage an den Zulieferer. Damit weiß man, wer beteiligt ist und wo die Antwort vermutlich liegt. Wichtig: Es geht um die Zuordnung von Vorgängen, nicht um eine Auswertung, wer wie viel schreibt oder wie schnell antwortet.

Vom Wissen im Kopf zum Verweis auf die Quelle

Die beste Antwort auf „Wer weiß das?“ ist „Hier steht es“. Ein typischer Fall: Eine neue Teilprojektleiterin fragt, warum der Schaltschrank an der Nordseite sitzt. Statt den Kollegen anzurufen, findet sie am Arbeitspaket den Verweis auf die Besprechung, in der das entschieden wurde, samt Begründung. Den Kollegen braucht sie nur noch, wenn die Begründung nicht ausreicht.

Grenzen

Nicht jedes Wissen ist aufschreibbar. Erfahrung, Gespür für einen schwierigen Auftraggeber oder die Kenntnis, wen man beim Lieferanten wirklich erreichen muss, bleiben an Personen gebunden. Hier helfen Übergabegespräche und Einarbeitung im Tandem mehr als jede Ablage.

Erstgespräch

Sehen wir uns Ihren größten Zeitfresser an.

Ein Gespräch, keine Präsentation. Wir schauen uns an, worüber in Ihrem Betrieb kommuniziert wird, wo Vorgänge auseinanderfallen und was sich mit welchem Aufwand automatisieren lässt. Unverbindlich.

Erstgespräch vereinbaren

Häufig gestellte Fragen

Kontakt
Brauchen wir ein Expertenverzeichnis?

In Projekten veraltet ein solches Verzeichnis schnell, weil Rollen wechseln. Verweise am Vorgang sind meist aktueller, weil sie aus der laufenden Arbeit entstehen.

Wird dadurch sichtbar, wer wenig beiträgt?

Das sollte nicht das Ziel sein und ist es bei einer vorgangsbezogenen Zuordnung auch nicht. Gezeigt wird, was zu einem Arbeitspaket vorliegt, nicht eine Statistik über Personen.