Zum Inhalt springen
Made in Austria

Informationen zentral verwalten

Wie bekommt ein Projektteam eine gemeinsame Informationsquelle?

Eine gemeinsame Informationsquelle entsteht weniger durch ein gemeinsames Werkzeug als durch gemeinsame Regeln: Welcher Stand gilt, wo wird er verkündet, und wer bestätigt ihn. Technisch reicht oft ein gemeinsamer Einstieg, der auf die führenden Quellen verweist. Wichtig ist, dass alle im Team denselben Einstieg nutzen und wissen, was dort verbindlich ist.

Das eigentliche Problem: mehrere Firmen, mehrere Welten

Ein Projektteam besteht selten nur aus eigenen Leuten. Im Maschinenbau arbeiten Konstruktion, Einkauf, Zulieferer und Kunde zusammen, in der IT interne Fachbereiche, externe Entwickler und ein Betriebsdienstleister. Jede Partei hat ihr eigenes Ticketsystem, ihre eigene Ablage und ihre eigenen Gewohnheiten. Man kann niemanden zwingen, das eigene Werkzeug aufzugeben. Man kann aber vereinbaren, wo der verbindliche Stand des gemeinsamen Projekts sichtbar ist.

Verbindlichkeit festlegen, bevor Technik gewählt wird

Am Anfang steht eine kurze Vereinbarung im Projektteam: Welche Informationen gelten als verbindlich, wenn sie wo stehen? Etwa: Planstände gelten, sobald sie in der Planablage freigegeben sind. Entscheidungen gelten, wenn sie im Protokoll stehen und bestätigt wurden. Termine gelten so, wie sie im Terminplan stehen. Diese Regeln klingen banal, verhindern aber den häufigsten Streit, nämlich den über die Frage, welche Fassung eigentlich gemeint war.

Ein Einstieg, viele Quellen

Steht fest, was verbindlich ist, braucht das Team einen Einstieg, über den es die verbindlichen Stellen findet. Das kann eine schlichte Projektseite mit Verweisen sein, ein Bereich im Planungswerkzeug oder eine Sicht, die Inhalte aus mehreren Systemen nach Projekt geordnet anzeigt. Entscheidend ist, dass dieser Einstieg nichts eigenständig speichert, was anderswo gepflegt wird. Sonst entsteht genau die zweite Wahrheit, die man vermeiden wollte.

Rollen klären

Eine gemeinsame Quelle braucht jemanden, der auf sie achtet. Im Alltag ist das meist die Projektleitung oder eine Projektassistenz, in größeren Vorhaben ein Projektbüro. Diese Rolle schreibt nicht alles selbst, sondern achtet darauf, dass Entscheidungen festgehalten werden, offene Punkte eine zuständige Person haben und veraltete Stände als veraltet markiert sind. Ohne diese Rolle verwildert jede Quelle innerhalb weniger Projektphasen.

Wo die Grenzen liegen

Eine gemeinsame Quelle kann nur abbilden, was jemand schriftlich festhält. Mündliche Absprachen zwischen zwei Beteiligten bleiben unsichtbar, bis sie notiert werden. Und nicht jede Partei wird alles teilen wollen: Kalkulationen, interne Bewertungen oder Vertragsdetails bleiben bei der jeweiligen Firma. Das ist kein Mangel, sondern die normale Lage in Projekten mit mehreren Beteiligten.

Erstgespräch

Sehen wir uns Ihren größten Zeitfresser an.

Ein Gespräch, keine Präsentation. Wir schauen uns an, worüber in Ihrem Betrieb kommuniziert wird, wo Vorgänge auseinanderfallen und was sich mit welchem Aufwand automatisieren lässt. Unverbindlich.

Erstgespräch vereinbaren

Häufig gestellte Fragen

Kontakt
Müssen externe Partner ein neues Werkzeug lernen?

Möglichst nicht. Je weniger Partner umstellen müssen, desto eher halten sie sich an die vereinbarten Regeln. Oft genügt es, dass sie wissen, wo der verbindliche Stand zu finden ist.

Was tun, wenn zwei Stände sich widersprechen?

Den Widerspruch sichtbar markieren und an die zuständige Person geben, statt still eine Fassung zu wählen. Die Entscheidung, welche gilt, wird dann festgehalten.