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Datenanalyse im Bauunternehmen

Ein Bauvorhaben kippt selten über Nacht. Die Vorzeichen stehen im Schriftverkehr.

Bauzeitplan und Kostenverfolgung zeigen eine Abweichung, wenn sie bereits eingetreten ist. Die Kommunikation zeigt sie früher: in unbeantworteten Rückfragen, verschobenen Planlieferungen und dem gereizten Ton einer Mail.

Die Ausgangslage

Bauunternehmen steuern ihre Projekte über Termine, Mengen und Kosten. Diese Kennzahlen sind wichtig, aber sie sind nachlaufend. Wenn der Soll-Ist-Vergleich eine Lücke zeigt, ist die Ursache meist Wochen alt: Ein Detail war ungeklärt, der Elektroplaner hat nicht geliefert, ein Subunternehmer hat die Mannschaft abgezogen.

Diese Ursachen hinterlassen Spuren, lange bevor sie in der Kostenverfolgung auftauchen. Rückfragen an die Planung bleiben offen, Behinderungsanzeigen häufen sich in einem Bauteil, Lieferungen werden mehrfach verschoben, Protokollpunkte aus der Baubesprechung tauchen Woche für Woche unerledigt wieder auf. Wer mehrere Baustellen gleichzeitig betreut, hat für dieses Mitlesen schlicht keine Zeit.

Vorgehen

So setzen wir an

  1. Schritt 1

    Schriftverkehr dem Bauvorhaben zuordnen

    Mails, Protokolle, Planlieferungen und Notizen werden je Bauvorhaben, Bauteil und Gewerk zugeordnet. Die Zuordnung schlägt das System vor, die Bauleitung oder Assistenz bestätigt.

  2. Schritt 2

    Offene Punkte zählen und altern lassen

    Rückfragen an Planer, ausstehende Freigaben, Protokollpunkte und Behinderungen werden als offene Punkte geführt. Sichtbar wird, wie lange sie schon offen sind und ob sie sich an einer Stelle stauen.

  3. Schritt 3

    Muster je Gewerk und Bauteil

    Wo häufen sich Mängelmeldungen, wo verschieben sich Lieferungen, welcher Planungsbereich erzeugt die meisten Rückfragen? Verglichen werden Gewerke, Firmen und Bauteile, nicht einzelne Personen.

  4. Schritt 4

    Frühwarnung an die Bauleitung

    Kritische Häufungen erscheinen als Hinweis bei der zuständigen Bauleitung, mit den zugrunde liegenden Nachrichten. Ob daraus eine Behinderungsanzeige, ein Gespräch oder ein Umplanen folgt, entscheidet sie.

Ein typischer Fall

Bei einem Wohnbau mit mehreren Stiegen meldet die Auswertung, dass sich offene Rückfragen zur Haustechnikplanung in einem Bauteil seit mehreren Baubesprechungen ansammeln, während die Rohbauarbeiten dort planmäßig weiterlaufen. Im Bauzeitplan ist noch alles grün. Die Bauleitung klärt mit dem Planer die fehlenden Durchbruchspläne, bevor die Decke betoniert wird, und dokumentiert die Verzögerung der Planlieferung schriftlich.

Wo der Mensch entscheidet

Wir bewerten keine Poliere, Bauleiter oder Mitarbeitenden. Verglichen werden Bauvorhaben, Gewerke und Abläufe. Und wir ersetzen weder die Kostenverfolgung noch den Bauzeitplan – beide bleiben in Ihren Systemen und in Ihrer Verantwortung.

Unsere Rolle und Grundsätze →

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Sehen wir uns Ihren größten Zeitfresser an.

Ein Gespräch, keine Präsentation. Wir schauen uns an, worüber in Ihrem Betrieb kommuniziert wird, wo Vorgänge auseinanderfallen und was sich mit welchem Aufwand automatisieren lässt. Unverbindlich.

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Häufig gestellte Fragen

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Brauchen wir dafür eine bestimmte Projektsoftware?

Nein. Grundlage ist die Kommunikation, die ohnehin entsteht: Mails, Protokolle, Planlieferungen. Welche Systeme zusätzlich angebunden werden, klären wir in der Analysephase.

Werden auch Subunternehmer bewertet?

Ausgewertet werden Vorgänge, etwa wie viele Mängel in einem Gewerk offen sind und wie lange sie offen bleiben. Was daraus für künftige Vergaben folgt, entscheidet Ihr Unternehmen.

Ab wann sind Hinweise belastbar?

Erste Hinweise gibt es, sobald ein laufendes Bauvorhaben angebunden ist. Vergleiche zwischen Projekten werden mit der Zeit aussagekräftiger, weil Bauvorhaben unterschiedlich groß und unterschiedlich weit fortgeschritten sind.