Anwendungsfall · Handwerk
Regiebericht aus Notizen und Fotos entwerfen
Ein Entwurf des Regieberichts aus dem, was auf der Baustelle ohnehin entsteht.
Das Problem
Regiearbeiten sind im Handwerk Alltag: eine zusätzliche Leitung, ein Wanddurchbruch, der nicht geplant war, Wartezeit, weil ein anderes Gewerk nicht fertig ist. Damit sie verrechnet werden können, braucht es einen Regiebericht, idealerweise am selben Tag und vom Auftraggeber abgezeichnet.
In der Praxis wird der Bericht oft am Abend im Bus oder Tage später im Büro aus dem Gedächtnis geschrieben. Material wird vergessen, Zeiten werden geschätzt, und die Fotos, die alles belegen würden, bleiben auf dem Handy. Bei der Schlussrechnung gibt es dann Diskussionen, die sich mit einem sauberen Bericht vermeiden ließen.
Ablauf
So läuft es
Schritt 1
Festhalten während der Arbeit
Monteure schicken wie gewohnt Fotos und kurze Sprachnachrichten an die Betriebsnummer: was zusätzlich gemacht wurde, welches Material verbaut wurde, wer es angeordnet hat.
Schritt 2
Entwurf je Tag und Baustelle
Daraus entsteht ein Regieberichtsentwurf mit Tätigkeiten, Material und den zugehörigen Fotos. Zeiten werden aus der Zeiterfassung übernommen, soweit eine angebunden ist, sonst bleiben sie als Feld zum Ausfüllen offen.
Schritt 3
Prüfen durch den Monteur
Der Monteur oder Vorarbeiter sieht den Entwurf auf dem Handy, ergänzt und korrigiert. Unklare Stellen sind markiert, statt mit Annahmen gefüllt zu werden.
Schritt 4
Abzeichnen und ablegen
Der fertige Bericht geht zur Unterschrift an den Auftraggeber – auf dem Weg, den Sie heute schon nutzen. Danach liegt er am Auftrag und steht für die Abrechnung bereit.
Was sich ändert
- Regieberichte entstehen zeitnah statt aus der Erinnerung
- Fotos belegen Zusatzarbeiten und liegen beim richtigen Auftrag
- Weniger Streit über Positionen bei der Schlussrechnung
Themen: Wissensmanagement im Handwerk · Datenanalyse im Handwerk
Das System bereitet vor, ein Mensch prüft und gibt frei.
Ein Regiebericht ist Grundlage für die Rechnung und geht zum Auftraggeber. Deshalb wird er vom Monteur geprüft und vom Betrieb freigegeben, bevor er hinausgeht.
Wie die Freigabestufen funktionieren →Handwerk
Weitere Anwendungsfälle im Handwerk
Anrufe und Sprachnachrichten dem Auftrag zuordnen
Aus Anrufen und Sprachnachrichten wird eine Notiz am richtigen Auftrag.
Angebotsanfragen vollständig machen
Fehlende Angaben in Anfragen erkennen und gezielt nachfragen.
Objektinfo vor dem Servicetermin
Verbaute Geräte, frühere Arbeiten und Besonderheiten vor dem Einsatz – mit Quelle.
Offene Angebote im Blick behalten
Angebote ohne Rückmeldung erkennen und rechtzeitig an das Büro melden.
Erstgespräch
Passt dieser Ablauf zu Ihrem Betrieb?
Im Erstgespräch sehen wir uns an, wie der Ablauf bei Ihnen heute läuft, welche Systeme beteiligt sind und ob er ein guter Einstieg ist. Unverbindlich.
Erstgespräch vereinbarenHäufig gestellte Fragen
KontaktErsetzt der Entwurf unsere Regieberichtsvorlage?
Nein. Der Entwurf wird in Ihre bestehende Vorlage oder Ihr Programm übertragen. Wir ändern nicht, wie Ihr Bericht aussieht, sondern wie er befüllt wird.
Was, wenn auf der Baustelle niemand Fotos macht?
Dann bleibt der Entwurf entsprechend dünn, und das ist sichtbar. Oft genügt es, im Team zu vereinbaren, dass Zusatzarbeiten mit einem Foto und einem Satz festgehalten werden.