Anwendungsfall · Bauunternehmen
Nachträge mit Belegen untermauern
Belege für einen Nachtrag aus Mail, Plan, Foto und Bautagebuch zusammentragen.
Das Problem
Ein Nachtrag steht und fällt mit seinen Belegen. Wer hat die Änderung angeordnet, wann, auf Basis welches Plans? Welche Mehrleistung ist dadurch entstanden, und ist sie im Bautagebuch dokumentiert? Diese Belege sind über Mails, Protokolle, Planlieferungen und Fotos verstreut.
Die Bauleitung stellt sie meist unter Zeitdruck zusammen, oft erst Wochen nach der eigentlichen Anordnung. Was dann fehlt, schwächt die Position gegenüber dem Auftraggeber – unabhängig davon, ob die Mehrleistung tatsächlich erbracht wurde.
Ablauf
So läuft es
Schritt 1
Änderung erkennen
Aus Schriftverkehr, Protokollen und Planlieferungen werden Hinweise auf geänderte Leistungen gesammelt und dem Bauvorhaben zugeordnet, etwa eine neue Planrevision mit geänderter Ausführung oder eine Mail des Bauherrn mit Sonderwunsch.
Schritt 2
Belegmappe zusammenstellen
Zu jedem möglichen Nachtrag entsteht eine Übersicht: Anordnung mit Datum und Absender, betroffene Leistungsposition, alter und neuer Planstand, zugehörige Fotos und Bautagebucheinträge. Jede Angabe verweist auf ihre Quelle.
Schritt 3
Lücken ausweisen
Fehlt eine schriftliche Anordnung oder ein Bautagebucheintrag, steht das in der Übersicht. Die Bauleitung kann entscheiden, ob sie eine Bestätigung nachfordert.
Schritt 4
Nachtrag durch die Bauleitung
Formulierung, Bewertung und Einreichung des Nachtrags liegen vollständig bei der Bauleitung. Das System liefert die Grundlage, nicht das Schreiben.
Was sich ändert
- Belege für Nachträge sind beisammen, bevor die Diskussion beginnt
- Fehlende schriftliche Anordnungen fallen früh auf, nicht erst bei der Schlussrechnung
- Die Bauleitung verbringt weniger Zeit mit Suchen und mehr mit Bewerten
Themen: Wissensmanagement im Bauunternehmen · Kommunikation im Bauunternehmen
Nur der Mensch. Das System unterstützt, handelt aber nicht.
Ein Nachtrag ist eine vertragliche Erklärung mit erheblicher Tragweite. Das System sammelt intern Belege, aber Inhalt, Bewertung und Einreichung entscheidet und erledigt ausschließlich ein Mensch.
Wie die Freigabestufen funktionieren →Bauunternehmen
Weitere Anwendungsfälle im Bauunternehmen
Planrevisionen gegen den Baustellenstand prüfen
Neue Planindizes erkennen und zeigen, wer noch nach dem alten Stand arbeitet.
Mängel mit Subunternehmern nachverfolgen
Mängel aus der Begehung zuordnen, anschreiben und bis zur Behebung verfolgen.
Bautagebuch aus dem Baustellenalltag vorbereiten
Ein Tagesentwurf für das Bautagebuch aus dem, was ohnehin dokumentiert wird.
Frühwarnung für kippende Bauvorhaben
Offene Punkte und Häufungen als frühes Warnsignal an die Bauleitung melden.
Erstgespräch
Passt dieser Ablauf zu Ihrem Betrieb?
Im Erstgespräch sehen wir uns an, wie der Ablauf bei Ihnen heute läuft, welche Systeme beteiligt sind und ob er ein guter Einstieg ist. Unverbindlich.
Erstgespräch vereinbarenHäufig gestellte Fragen
KontaktBewertet das System, ob ein Nachtrag berechtigt ist?
Nein. Es stellt zusammen, was vorliegt, und zeigt, was fehlt. Ob und in welcher Höhe ein Nachtrag gestellt wird, ist eine fachliche und vertragliche Entscheidung Ihrer Bauleitung.
Funktioniert das auch für bereits laufende Projekte?
Ja. Angebunden wird der bisherige Schriftverkehr des Bauvorhabens, soweit er digital vorliegt. Daraus lassen sich auch zurückliegende Anordnungen nachvollziehen.