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Begriff · Datenanalyse

Unstrukturierte Daten

Unstrukturierte Daten sind Inhalte ohne festes Datenformat – etwa Mails, Briefe, PDF-Dokumente, Fotos, Gesprächsnotizen oder Chatnachrichten. Sie enthalten in den meisten Betrieben den Großteil des Wissens, lassen sich aber erst auswerten, wenn man ihnen Struktur gibt, etwa durch Zuordnung zu Vorgängen und Merkmale wie Thema oder Anliegen.

Strukturiert, unstrukturiert und dazwischen

Strukturierte Daten stehen in Tabellen mit festen Feldern: Kundennummer, Betrag, Datum. Unstrukturierte Daten haben keine solche Ordnung; die Information steckt im Fließtext oder im Bild. Dazwischen liegen halbstrukturierte Daten wie Mails, die feste Felder (Absender, Datum, Betreff) mit freiem Text kombinieren. Für die Praxis ist diese Unterscheidung wichtig, weil herkömmliche Auswertungswerkzeuge fast nur mit strukturierten Daten umgehen können.

Warum sie so viel Wissen enthalten

Im ERP steht, dass ein Auftrag verschoben wurde. Warum, steht in der Mail des Kunden, in der Notiz zum Telefonat und in der internen Abstimmung. Begründungen, Absprachen, Ausnahmen und Zusagen werden fast immer in Freitext festgehalten. Wer nur strukturierte Daten auswertet, sieht deshalb die Ergebnisse von Entscheidungen, aber kaum ihre Ursachen.

Wie man ihnen Struktur gibt

Der erste Schritt ist die Zuordnung: Zu welchem Vorgang, Kunden oder Projekt gehört ein Inhalt? Danach werden Merkmale ergänzt – Anliegen, Thema, enthaltene Fristen oder Beträge, Bezug auf frühere Nachrichten. Früher war das reine Handarbeit. Heute können Sprachmodelle viele dieser Merkmale aus dem Text ableiten, was die Auswertung großer Mengen erst praktikabel macht. Die Ergebnisse sind aber nicht frei von Fehlern und sollten bei wichtigen Entscheidungen geprüft werden.

Typische Stolpersteine

Gescannte Dokumente ohne Texterkennung, Fotos von handschriftlichen Notizen, lange Mailverläufe mit vielen Zitaten und Anhänge in exotischen Formaten machen die Auswertung schwierig. Dazu kommt, dass unstrukturierte Inhalte oft vertrauliche Details enthalten, die in einer Auswertung nichts zu suchen haben. Deshalb sollte vorab festgelegt werden, welche Inhalte überhaupt verarbeitet werden dürfen und welche ausgeschlossen bleiben.

Der Ansatz von KheepU

KheepU verarbeitet unstrukturierte Inhalte dort, wo sie liegen, ohne ein zweites Archiv anzulegen. Nachrichten und Dokumente werden Vorgängen zugeordnet und mit Merkmalen versehen; die Quelle bleibt in Ihren Systemen, und jede Auswertung verweist auf sie zurück.

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Häufig gestellte Fragen

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Müssen unstrukturierte Daten vorher digitalisiert werden?

Papier und Fotos müssen zumindest als lesbare Datei vorliegen. Bei Scans hilft eine Texterkennung; die Qualität hängt stark von der Vorlage ab.

Kann man unstrukturierte Daten nicht einfach durchsuchen?

Eine Volltextsuche findet Wörter, aber keine Zusammenhänge. Um etwa zu sehen, wie oft ein Anliegen vorkommt, braucht es Zuordnung und Merkmale.