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Begriff · Datenanalyse

Kommunikationsanalyse

Eine Kommunikationsanalyse wertet die schriftliche und dokumentierte Kommunikation eines Betriebs aus – etwa Mails, Ticketverläufe oder Gesprächsnotizen – und macht Muster sichtbar: welche Anliegen sich häufen, wo nachgefragt wird und wo Antworten liegen bleiben. Sie ergänzt Kennzahlen um die Frage, warum etwas passiert.

Was mit Kommunikationsanalyse gemeint ist

Im betrieblichen Sinn geht es nicht um Rhetorik oder Gesprächsführung, sondern um eine strukturierte Auswertung dessen, was zwischen Betrieb, Kunden, Lieferanten und intern ausgetauscht wird. Jede Nachricht wird einem Anliegen und einem Vorgang zugeordnet und mit Merkmalen versehen: Absender, Zeitpunkt, Thema, Bezug zu früheren Nachrichten. Erst diese Zuordnung macht aus einem Postfach eine auswertbare Quelle.

Welche Fragen sie beantworten kann

Typische Fragen sind: Welche Anliegen kommen am häufigsten herein? Bei welchen Vorgängen sind mehrere Schleifen nötig, bis alles vollständig ist? Wo vergeht zwischen Eingang und erster Antwort auffällig viel Zeit? Welche Fragen werden immer wieder gestellt, obwohl die Antwort längst bekannt ist? Und an welchen Stellen wechselt ein Vorgang den Kanal, etwa von der Mail zum Telefon, und verliert dabei Informationen? Solche Muster sieht man im Tagesgeschäft kaum, weil jede Nachricht einzeln bearbeitet wird.

Abgrenzung zu verwandten Verfahren

Process Mining arbeitet mit Ereignisprotokollen aus Systemen und zeigt, welche Statuswechsel ein Vorgang durchläuft. Die Kommunikationsanalyse setzt früher an: bei dem, was vor und neben dem System passiert. Eine Stimmungsanalyse ist ein möglicher Teilaspekt, aber nicht der Kern. Und anders als eine Leistungsmessung bewertet sie keine Personen, sondern Abläufe und Anliegen.

Grenzen und Voraussetzungen

Ausgewertet werden kann nur, was dokumentiert ist. Telefonate ohne Notiz, Zurufe im Büro oder private Messenger bleiben unsichtbar, und das verzerrt das Bild. Außerdem braucht es vorab klare Regeln: welche Postfächer einbezogen werden, welche Inhalte ausgeschlossen bleiben, wer die Ergebnisse sieht. Ohne diese Abstimmung, auch mit der Belegschaft, sollte eine solche Analyse nicht beginnen. Und schließlich liefert sie Hinweise, keine Urteile – die Deutung gehört zu den Menschen, die den Ablauf kennen.

Einordnung bei KheepU

Für uns ist die Kommunikationsanalyse der Ausgangspunkt jeder Arbeit. Wir lesen in einer Messphase mit, ordnen Nachrichten Vorgängen zu und zeigen, wo sich etwas häuft. Gespeichert wird dabei kein zweites Archiv; die Quellen bleiben in Ihren Systemen.

Erstgespräch

Sehen wir uns Ihren größten Zeitfresser an.

Ein Gespräch, keine Präsentation. Wir schauen uns an, worüber in Ihrem Betrieb kommuniziert wird, wo Vorgänge auseinanderfallen und was sich mit welchem Aufwand automatisieren lässt. Unverbindlich.

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Häufig gestellte Fragen

Kontakt
Werden dabei einzelne Mitarbeitende bewertet?

Das sollte nicht der Zweck sein. Eine sinnvolle Kommunikationsanalyse wertet Anliegen und Vorgänge aus. Wer sie zur Leistungskontrolle nutzt, verliert das Vertrauen, auf das die Auswertung angewiesen ist.

Reicht dafür ein einzelnes Postfach?

Für einen ersten Eindruck ja, etwa das zentrale Sammelpostfach. Ein vollständiges Bild entsteht erst, wenn die Kanäle einbezogen werden, über die ein Ablauf tatsächlich läuft.