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Ratgeber · Datenanalyse

Wie wertet man Kommunikation aus, ohne Mitarbeitende zu überwachen?

Kommunikation lässt sich auswerten, ohne Mitarbeitende zu überwachen, wenn konsequent Vorgänge und Abläufe betrachtet werden statt Personen, der Zweck vorab festgelegt und offen kommuniziert ist und Ergebnisse nicht zur Leistungsbewertung genutzt werden. Die Belegschaft sollte früh einbezogen werden.

Warum die Sorge berechtigt ist

Wer Mails und Nachrichten auswertet, könnte technisch sehen, wer wie schnell antwortet, wie viel schreibt oder wie oft nachfragt. Daraus ließen sich Ranglisten bilden. Genau das befürchten viele Mitarbeitende, wenn sie von einer Kommunikationsanalyse hören – und die Sorge ist nicht unbegründet. Eine Auswertung, die in diese Richtung kippt, zerstört Vertrauen und verändert das Verhalten: Man schreibt für die Statistik, nicht für den Kunden.

Vorgänge statt Personen

Der wichtigste Grundsatz ist die Ebene der Betrachtung. Ausgewertet wird, wie lange ein Anliegen bis zur Erledigung braucht, wie oft bei einer Anfrageart nachgefasst werden muss, wo ein Ablauf hängen bleibt. Ergebnisse werden für Abläufe und Anfragearten ausgewiesen, nicht für einzelne Bearbeiterinnen und Bearbeiter. Wo kleine Teams eine Rückverfolgung auf Personen naheliegend machen, sollten Ergebnisse gröber zusammengefasst werden.

Zweck festlegen und offen kommunizieren

Vor dem Start sollte schriftlich feststehen, wozu die Auswertung dient, welche Quellen einbezogen werden, welche ausdrücklich nicht, wer Ergebnisse sieht und wie lange sie aufbewahrt werden. Diese Festlegung gehört vor die Belegschaft, gegebenenfalls auch vor eine Arbeitnehmervertretung, sofern es eine gibt. Welche rechtlichen Anforderungen im Einzelfall gelten, sollte mit fachkundiger Beratung geklärt werden; dieser Ratgeber ersetzt das nicht.

Was im Alltag hilft

Private oder persönliche Postfächer bleiben außen vor; ausgewertet werden Funktions- und Sammelpostfächer, über die Abläufe laufen. Inhalte bestimmter Schutzstufen werden ausgeschlossen. Ergebnisse werden gemeinsam mit den Beteiligten besprochen, denn sie kennen die Gründe hinter auffälligen Mustern am besten. Und wenn jemand fragt, was mit einer Auswertung geschieht, sollte es eine klare Antwort geben.

Die Haltung von KheepU

Bei KheepU werden Vorgänge analysiert, nicht Personen. Eine Leistungsüberwachung ist weder Ziel noch Funktion. Zweck, Quellen und Schutzstufen legen wir vor dem Start gemeinsam mit dem Betrieb fest.

Erstgespräch

Sehen wir uns Ihren größten Zeitfresser an.

Ein Gespräch, keine Präsentation. Wir schauen uns an, worüber in Ihrem Betrieb kommuniziert wird, wo Vorgänge auseinanderfallen und was sich mit welchem Aufwand automatisieren lässt. Unverbindlich.

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Häufig gestellte Fragen

Kontakt
Sollten Mitarbeitende vorab informiert werden?

Ja. Offene Information über Zweck, Umfang und Grenzen ist die Voraussetzung dafür, dass die Auswertung akzeptiert wird und ehrliche Ergebnisse liefert.

Was ist mit sehr kleinen Teams?

Dort lassen sich Ergebnisse leichter auf Personen zurückführen. Deshalb sollte man gröber zusammenfassen und den Zweck besonders klar eingrenzen.