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Daten validieren

Plausibilitätsprüfung

Eine Plausibilitätsprüfung kontrolliert, ob eine Angabe überhaupt stimmen kann: ob sie im erwarteten Bereich liegt, zu anderen Angaben passt und logisch möglich ist. Sie findet grobe Fehler schnell und mit wenig Aufwand. Was sie nicht kann, ist die Richtigkeit bestätigen, denn auch eine falsche Angabe kann vollkommen plausibel sein.

Was geprüft wird

Plausibilitätsregeln fragen nach Möglichkeit, nicht nach Wahrheit. Kann ein Liefertermin vor dem Bestelldatum liegen? Kann ein Arbeitspaket abgeschlossen sein, wenn sein Vorgänger noch offen ist? Kann die gemeldete verbaute Menge größer sein als die gelieferte? Solche Regeln lassen sich in Tabellen, Projektsoftware oder einfachen Prüflisten abbilden. Sie sind billig, laufen schnell und fangen Tippfehler, vertauschte Felder und kopierte Altwerte ab.

Drei Arten von Regeln

Bereichsregeln legen fest, in welchem Rahmen ein Wert liegen sollte, etwa ein Fertigstellungsgrad zwischen null und voll. Beziehungsregeln prüfen, ob Werte zueinander passen, etwa Ist-Kosten und gemeldeter Fortschritt. Ablaufregeln prüfen die zeitliche Logik, etwa dass eine Abnahme nicht vor der Fertigmeldung liegt. Im Projektalltag sind Beziehungsregeln am ergiebigsten, weil sie Fehler finden, die in jeder einzelnen Zahl unauffällig sind.

Plausibel ist nicht dasselbe wie richtig

Die größte Gefahr liegt im Missverständnis, eine bestandene Plausibilitätsprüfung sei eine Bestätigung. Ein typischer Fall: Ein Lieferant meldet einen neuen Termin, der innerhalb des Puffers liegt und zu allen anderen Daten passt. Die Prüfung schlägt nicht an. Dass der Lieferant denselben Termin bereits zweimal verschoben hat, steht nur im Mailverlauf. Plausibilität sagt, dass etwas stimmen könnte. Ob es stimmt, zeigt erst der Blick in die Quelle oder die Bestätigung durch die zuständige Person.

Regeln pflegen statt nur aufstellen

Plausibilitätsregeln veralten wie alles andere im Projekt. Ändert sich ein Bauablauf oder kommt ein neues Gewerk hinzu, passen alte Beziehungsregeln nicht mehr und erzeugen Fehlalarme. Zu viele Fehlalarme führen dazu, dass Hinweise weggeklickt werden, auch die berechtigten. Deshalb braucht jede Regel eine zuständige Person, die sie bei Änderungen im Projekt überprüft und überflüssige Regeln entfernt. Wenige gut gepflegte Regeln sind wertvoller als viele, die niemand mehr ernst nimmt.

Einordnung neben anderen Prüfarten

Die Plausibilitätsprüfung ist die erste und günstigste Stufe. Darauf folgen der Abgleich mit einer zweiten Quelle und, bei kritischen Angaben, die Bestätigung durch die fachlich zuständige Person. Bei KI-gestützten Auswertungen kommt hinzu, dass jede Aussage auf eine Fundstelle verweisen sollte. Keine dieser Stufen ersetzt die andere; sie bauen aufeinander auf.

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Häufig gestellte Fragen

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Wer sollte Plausibilitätsregeln festlegen?

Die Menschen, die die Daten im Alltag verwenden, zusammen mit der Projektleitung. Sie wissen, welche Kombinationen tatsächlich unmöglich sind und welche nur ungewöhnlich.

Was ist der Unterschied zur Stichprobenprüfung?

Die Plausibilitätsprüfung läuft über alle Angaben, prüft aber nur, ob sie möglich sind. Eine Stichprobenprüfung schaut sich wenige Angaben genau an und vergleicht sie mit der Quelle.