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Daten validieren

Welche Daten sollte man vor einer Projektentscheidung prüfen?

Geprüft werden sollten die Angaben, die eine Entscheidung tragen, also die, ohne die anders entschieden würde. Der Aufwand richtet sich danach, wie schwer sich die Entscheidung später rückgängig machen lässt: Eine Bestellung mit langer Lieferzeit oder eine Zusage an den Auftraggeber verdient mehr Prüfung als eine interne Umplanung.

Die tragenden Angaben zuerst benennen

Vor einer Entscheidung lohnt eine einfache Übung: Welche zwei oder drei Angaben müssten sich ändern, damit wir anders entscheiden? Bei einer Freigabe für die Ausführung sind das etwa der gültige Planstand, die Zustimmung des Fachplaners und die Verfügbarkeit des Materials. Alle anderen Informationen sind Kontext. Wer die tragenden Angaben ausdrücklich benennt, weiß, was geprüft werden muss, und verliert sich nicht in der Prüfung von Nebensächlichem.

Umkehrbarkeit bestimmt den Prüfaufwand

Nicht jede Entscheidung braucht dieselbe Sorgfalt. Eine interne Umstellung der Reihenfolge von Arbeitsschritten lässt sich morgen wieder ändern. Eine Bestellung von Sonderanfertigungen, eine verbindliche Terminzusage an den Auftraggeber oder die Beauftragung eines Nachunternehmers dagegen nicht. Je schwerer eine Entscheidung umkehrbar ist, desto wichtiger ist, dass ihre Grundlage geprüft und festgehalten ist. Das ist auch eine Frage der Fairness gegenüber dem Team: Niemand muss jede Kleinigkeit doppelt absichern.

Typische Entscheidungen und ihre kritischen Daten

Bei Bestellungen sind es Mengen, technische Spezifikation und der freigegebene Planstand. Bei Nachträgen der vertragliche Leistungsumfang, die dokumentierte Anordnung und der Zeitpunkt, zu dem die Änderung bekannt wurde. Bei Terminzusagen die Rückmeldungen der beteiligten Gewerke und Lieferanten, und zwar die aktuellen, nicht die aus der Planungsphase. Bei Abnahmen die offenen Mängel und deren Status. In allen Fällen gilt: Eine mündliche Zusage ist eine Information, aber keine geprüfte Grundlage, solange sie nirgends festgehalten ist.

Die Grundlage mit der Entscheidung ablegen

Eine Entscheidung ist erst vollständig dokumentiert, wenn auch ihre Grundlage festgehalten ist: welche Angaben, aus welcher Quelle, mit welchem Stand, wer sie bestätigt hat. Das klingt nach Bürokratie, ist aber meist ein kurzer Absatz im Protokoll oder ein Verweis in der Freigabe. Monate später, wenn eine Nachtragsforderung kommt oder sich jemand an etwas anderes erinnert, ist genau dieser Absatz das, was eine sachliche Klärung möglich macht.

Wo der Mensch entscheidet

Prüfung kann vorbereitet werden: Angaben zusammentragen, Quellen verlinken, Widersprüche markieren. Die Entscheidung selbst und die Bestätigung, dass die Grundlage ausreicht, bleibt bei der zuständigen Person. In den Abläufen von KheepU ist das die Regel: Das System bereitet vor, ein Mensch gibt frei, und nichts geht ohne diese Freigabe an Auftraggeber oder Partner hinaus.

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Häufig gestellte Fragen

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Was tun, wenn die Zeit für eine Prüfung fehlt?

Dann sollte zumindest festgehalten werden, dass auf ungeprüfter Grundlage entschieden wurde und welche Angaben offen sind. Das ist ehrlicher als eine scheinbar gesicherte Entscheidung und erleichtert spätere Korrekturen.

Wer bestätigt, dass die Grundlage einer Entscheidung stimmt?

Für jede tragende Angabe die Person, die sie fachlich verantwortet, etwa der Fachplaner für den Planstand oder der Einkauf für Lieferzusagen. Die Projektleitung entscheidet dann auf dieser bestätigten Grundlage.