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Ratgeber · Datenanalyse

Warum braucht es vor einer Automatisierung eine Messphase?

Eine Messphase erfasst, wie ein Ablauf heute tatsächlich läuft, bevor etwas verändert wird. Ohne diesen Ausgangspunkt lässt sich weder beurteilen, ob sich eine Automatisierung lohnt, noch später zeigen, was sie verändert hat.

Das Problem ohne Ausgangswert

Viele Automatisierungsprojekte starten mit einer Annahme: Diese Aufgabe kostet viel Zeit, also nehmen wir sie dem Menschen ab. Ob die Annahme stimmt, weiß niemand genau. Nach der Einführung fühlt sich manches schneller an, anderes langsamer, und die Diskussion, ob es sich gelohnt hat, wird nach Gefühl geführt. Eine Messphase verhindert das, indem sie vorher festhält, wie oft ein Vorgang vorkommt, wie lange er dauert und wo er hängen bleibt.

Wie eine Messphase abläuft

Ein einzelner Ablauf wird ausgewählt und über einen vereinbarten Zeitraum beobachtet. Im Mitlesemodus werden eingehende Nachrichten und Vorgänge erfasst und zugeordnet, ohne dass sich für die Mitarbeitenden etwas ändert und ohne dass etwas nach außen geht. Parallel kann das System bereits Vorschläge erzeugen, die aber nur intern ausgewertet werden: Wie oft hätte der Vorschlag gepasst, wie oft nicht? Am Ende liegen Häufigkeiten, Wartezeiten, typische Varianten und eine Einschätzung der Vorschlagsqualität vor.

Was eine Messphase zeigen kann

Oft bestätigt sie die Vermutung und liefert Zahlen dazu. Ebenso oft überrascht sie: Der vermeintlich aufwendige Ablauf ist es gar nicht, der Aufwand steckt in einem vorgelagerten Schritt, oder es gibt so viele Sonderfälle, dass eine Automatisierung wenig bringt. Beides ist wertvoll. Eine Messphase, die gegen eine Automatisierung spricht, spart Geld und Enttäuschung.

Worauf man achten sollte

Der Zeitraum muss die normalen Schwankungen abbilden, also nicht nur eine ruhige Phase. Was gemessen wird, sollte vorher festgelegt sein, damit man nicht im Nachhinein die passenden Zahlen sucht. Die Belegschaft sollte wissen, dass gemessen wird und dass es um Vorgänge geht, nicht um ihre Leistung. Und die Ergebnisse gehören denen, die über den nächsten Schritt entscheiden, in verständlicher Form – nicht als Rohdaten.

Die Messphase bei KheepU

Bei KheepU beginnt jede Einführung mit einem einzigen Ablauf und einer Messphase im Mitlesemodus. Erst wenn die Ergebnisse vorliegen und die zuständige Person zustimmt, bereitet das System Antworten vor – die weiterhin ein Mensch freigibt, bevor etwas nach außen geht.

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Ein Gespräch, keine Präsentation. Wir schauen uns an, worüber in Ihrem Betrieb kommuniziert wird, wo Vorgänge auseinanderfallen und was sich mit welchem Aufwand automatisieren lässt. Unverbindlich.

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Häufig gestellte Fragen

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Verzögert eine Messphase nicht den Start?

Sie verschiebt den Start der Automatisierung, aber sie ist bereits Teil der Einführung. Zugeordnete Vorgänge und Auswertungen sind in dieser Zeit schon nutzbar.

Was bedeutet Mitlesemodus genau?

Das System erfasst und ordnet Vorgänge, handelt aber nicht. Es sendet nichts, verändert nichts in den bestehenden Systemen und greift nicht in die Arbeit ein.