Woher der Begriff kommt
Der Ausdruck stammt aus der Regelungstechnik und Simulation: Ein System läuft in einer Schleife, und an einer Stelle greift ein Mensch ein. Übertragen auf KI im Büro heißt das, dass ein Entwurf, eine Einordnung oder ein Vorschlag erst dann weiterverarbeitet wird, wenn jemand ihn bestätigt, ändert oder verwirft.
Wo der Mensch sitzen kann
Es gibt mehrere sinnvolle Positionen. Vor der Ausgabe, wenn ein Entwurf freigegeben werden muss. Nach der Ausgabe, wenn Ergebnisse stichprobenartig kontrolliert werden. Oder bei Unsicherheit, wenn das System nur jene Fälle vorlegt, in denen es keine klare Grundlage findet. Diese Varianten lassen sich kombinieren; welche passt, hängt davon ab, was ein Fehler kosten würde.
Echte Freigabe statt Abnicken
Ein Prüfschritt wirkt nur, wenn die prüfende Person genug Zeit, Kontext und Befugnis hat, um Nein zu sagen. Wird sie mit Vorlagen überhäuft oder sieht nur den Text ohne Quelle, wird aus der Prüfung ein Klick. Gute Abläufe zeigen deshalb neben dem Entwurf die Fundstelle, markieren unsichere Stellen und machen das Ablehnen genauso einfach wie das Bestätigen.
Abgrenzung zu verwandten Begriffen
Neben Human in the Loop findet man „Human on the Loop“: Das System handelt selbst, der Mensch überwacht und kann eingreifen. Bei „Human out of the Loop“ gibt es keinen menschlichen Schritt mehr. Für Vorgänge mit Außenwirkung, etwa Antworten an Kunden, ist die erste Variante die vorsichtigere Wahl.
Umsetzung bei KheepU
Bei uns ist der menschliche Schritt nicht als Empfehlung beschrieben, sondern im System hinterlegt. Jede neue Fähigkeit startet auf der Stufe, in der das System vorbereitet und ein Mensch freigibt. Erst wenn ein Ablauf intern bleibt und ein eindeutiges Ergebnis hat, kann er nach Abnahme selbstständig laufen.