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Projektverwaltung

Projektübergabe

Eine Projektübergabe ist der geregelte Wechsel von Verantwortung: von der Akquise an die Ausführung, von einer Projektleitung an eine andere oder vom Projektteam an Betrieb, Service oder Kunden. Übergeben werden Unterlagen, offene Punkte und Zusagen. Am schwierigsten ist das Wissen, das nirgends aufgeschrieben ist.

Drei Arten von Übergaben

Die erste ist die Übergabe zwischen Phasen, etwa vom Vertrieb, der das Angebot verhandelt hat, an das Team, das es umsetzt. Die zweite ist der Wechsel von Personen während des Projekts, durch Krankheit, Kündigung oder Umplanung. Die dritte ist die Übergabe am Ende, an den Auftraggeber, an den Kundendienst oder an die Gewährleistungsabwicklung. Jede hat eigene Risiken, aber dieselbe Grundfrage: Was weiß die abgebende Seite, das die übernehmende braucht?

Was in ein Übergabepaket gehört

Dazu zählen der aktuelle Stand von Leistung, Termin und Budget, die gültigen Unterlagen, die Liste offener Punkte mit Zuständigen, laufende Änderungen und Nachträge, Zusagen an Auftraggeber oder Partner, bekannte Risiken und die wichtigsten Ansprechpartner mit ihrer Rolle. Ein typischer Fall: Bei einem Wechsel der Projektleitung ist alles sauber übergeben, bis auf eine mündliche Zusage an den Auftraggeber, einen Zwischentermin vorzuziehen. Sie stand in keiner Liste.

Implizites Wissen gezielt erfragen

Listen erfassen das Bekannte. Was fehlt, sind Einschätzungen: welcher Ansprechpartner Entscheidungen verzögert, welcher Teil des Leistungsverzeichnisses strittig ist, wo der Auftraggeber empfindlich reagiert. Solches Wissen kommt nur durch Fragen zum Vorschein. Hilfreich ist ein Übergabegespräch mit festen Leitfragen, etwa: Was würden Sie an meiner Stelle in den nächsten Wochen zuerst klären? Welche Zusage ist noch nicht schriftlich bestätigt?

Der Schriftverkehr als Gedächtnis

Viele Übergaben scheitern daran, dass die Kommunikation des Vorgängers in dessen Postfach bleibt. Die neue Projektleitung sieht Pläne und Protokolle, aber nicht die Gespräche, die zu ihnen geführt haben. Ein Werkzeug, das Projektkommunikation dem Projekt zuordnet, macht diese Spur für Nachfolger zugänglich, soweit die Berechtigungen es erlauben. KheepU kann aus diesem Verlauf einen Übergabeentwurf mit offenen Punkten und Zusagen vorbereiten, jeweils mit Fundstelle; geprüft und ergänzt wird er von der abgebenden Person.

Grenzen einer Übergabe

Keine Übergabe ist vollständig. Es bleibt ein Rest, der erst im Lauf der weiteren Arbeit auftaucht. Deshalb ist es sinnvoll, die abgebende Person für eine vereinbarte Zeit als Ansprechpartner zu benennen und Rückfragen ausdrücklich zu erlauben. Bei Übergaben an den Kunden kommen vertragliche Fragen hinzu, etwa zur Abnahme und zu Gewährleistungsbeginn, die nicht Gegenstand einer Projektvorlage sind und gesondert geklärt werden müssen.

Erstgespräch

Sehen wir uns Ihren größten Zeitfresser an.

Ein Gespräch, keine Präsentation. Wir schauen uns an, worüber in Ihrem Betrieb kommuniziert wird, wo Vorgänge auseinanderfallen und was sich mit welchem Aufwand automatisieren lässt. Unverbindlich.

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Häufig gestellte Fragen

Kontakt
Wann sollte die Übergabe beginnen?

Möglichst vor dem Wechsel, mit einer Phase, in der beide Seiten parallel arbeiten. Bei ungeplanten Wechseln ist eine gute laufende Dokumentation die einzige Absicherung.

Wer bestätigt, dass eine Übergabe abgeschlossen ist?

Die übernehmende Person, idealerweise gemeinsam mit der Person, die beide Seiten führt. Offene Punkte werden dabei ausdrücklich übernommen oder einer anderen Stelle zugewiesen.

Hilft eine Checkliste?

Ja, für die Vollständigkeit der Unterlagen. Für Einschätzungen und ungeschriebene Absprachen braucht es zusätzlich ein Gespräch.