Zum Inhalt springen
Made in Austria

Projektmanagement

Multiprojektmanagement im KMU

Multiprojektmanagement bezeichnet die gemeinsame Steuerung mehrerer gleichzeitig laufender Projekte, die um dieselben Mitarbeitenden, Partner und Mittel konkurrieren. In kleinen und mittleren Betrieben gibt es dafür meist kein eigenes Projektbüro; die Geschäftsführung oder eine erfahrene Projektleitung übernimmt es nebenbei. Entscheidend ist deshalb ein Überblick, der ohne zusätzliche Berichtspflichten entsteht.

Was den Begriff ausmacht

Im Einzelprojekt geht es um Termin, Kosten und Qualität eines Vorhabens. Im Multiprojektmanagement kommen Fragen hinzu, die kein einzelnes Projekt beantworten kann: Welches Projekt hat Vorrang, wenn beide denselben Monteur brauchen? Welche Projekte sollte man überhaupt annehmen? Wo hängen Projekte voneinander ab? In der Literatur wird oft zwischen Programm- und Portfoliomanagement unterschieden. Für die meisten KMU ist diese Trennung weniger wichtig als die schlichte Frage, wie man den Überblick behält.

Warum es im KMU anders aussieht

Im Konzern gibt es Projektbüros, standardisierte Statusberichte und Werkzeuge für die Portfoliosteuerung. Im Planungsbüro, beim Anlagenbauer oder in der Agentur leitet dieselbe Person oft mehrere Projekte und ist zugleich fachlich tätig. Statusberichte werden geschrieben, wenn Zeit bleibt, also selten. Die Geschäftsführung erfährt von Problemen oft beiläufig oder dann, wenn ein Auftraggeber anruft. Formale Methoden aus dem Konzern lassen sich hier nur in stark vereinfachter Form übertragen.

Typische Reibungen zwischen Projekten

Am häufigsten sind Konflikte um gemeinsam genutzte Kapazität: Fachkräfte, Prüfeinrichtungen, Fahrzeuge, externe Partner. Dazu kommen Zielkonflikte, wenn ein wichtiger Kunde kurzfristig mehr verlangt und dafür ein anderes Projekt warten muss. Und es gibt die stillen Abhängigkeiten, etwa wenn ein Projekt auf ein Ergebnis aus einem anderen wartet, ohne dass das irgendwo vermerkt ist. Solche Reibungen zeigen sich selten im einzelnen Plan, aber oft in der Kommunikation zwischen den Beteiligten.

Überblick ohne Berichtspflicht

Ein praktikabler Weg ist, die Lage jedes Projekts aus der ohnehin laufenden Kommunikation abzuleiten und projektübergreifend nebeneinanderzustellen: offene Zusagen, verschobene Termine, ungeklärte Fragen, jeweils mit Quelle. So sieht die Geschäftsführung, wo sich etwas bewegt, ohne alle Projektleitungen um Berichte zu bitten. KheepU legt dafür keine neue Planungswelt an; die einzelnen Projekte bleiben in Ihrer Projektsoftware, und die Lage verweist auf die Originalnachrichten.

Grenzen und Entscheidungen

Ein Überblick ersetzt keine Priorisierung. Welches Projekt im Konfliktfall Vorrang hat, ist eine unternehmerische Entscheidung, die Kundenbeziehungen, Deckungsbeiträge und strategische Ziele abwägt. Diese Abwägung kann kein System treffen. Außerdem gilt: Projekte, deren Kommunikation weitgehend mündlich läuft, erscheinen in einer solchen Übersicht unvollständig. Das sollte man wissen, bevor man aus einer ruhigen Übersicht auf ein ruhiges Projekt schließt.

Erstgespräch

Sehen wir uns Ihren größten Zeitfresser an.

Ein Gespräch, keine Präsentation. Wir schauen uns an, worüber in Ihrem Betrieb kommuniziert wird, wo Vorgänge auseinanderfallen und was sich mit welchem Aufwand automatisieren lässt. Unverbindlich.

Erstgespräch vereinbaren

Häufig gestellte Fragen

Kontakt
Braucht ein KMU ein eigenes Projektbüro?

Meist nicht. Wichtiger als eine eigene Stelle sind klare Zuständigkeiten, eine gemeinsame Struktur für Arbeitspakete und ein Überblick, der ohne großen Zusatzaufwand entsteht.

Ab wie vielen Projekten lohnt sich Multiprojektmanagement?

Sobald Projekte um dieselben Menschen oder Partner konkurrieren. Das ist in vielen Betrieben schon bei wenigen parallelen Vorhaben der Fall.

Welche Methoden passen dazu?

Bewährt haben sich einfache Formen: eine gemeinsame Projektliste mit Prioritäten, ein regelmäßiger Abgleich der geteilten Kapazitäten und klare Regeln, wer im Konfliktfall entscheidet.